Kernsymptome
Typischerweise bestehen beim Restless-Legs-Syndrom abends/nachts ziehende, reißende, kribbelnde, juckende, brennende, krampfartige oder schmerzhafte Missempfindungen in den Beinen. Sie sind mit einem kaum zu unterdrückenden Bewegungsdrang der Beine verbunden. Wiederholt müssen die Patienten aufstehen, um durch Umherlaufen, Fußmassagen oder Fußbäder eine Linderung zu erzielen. Oft werden die Beschwerden „wie Ameisenlaufen, Kribbeln, Krämpfe, Taubheitsgefühle, Muskelzuckungen, juckende Knochen oder Zappelbeine“ beschrieben.
Meistens sind Unterschenkel und Füße, manchmal auch Knie und Oberschenkel betroffen, selten auch die Arme. Diese Missempfindungen können nur an einer Körperseite auftreten oder aber auch gleichzeitig an beiden, die Seiten können wechseln.
Besonders in Situationen der Entspannung und bei längerem Sitzen oder Liegen (lange Konferenzen, Opernbesuche usw.) treten diese Missempfindungen auf. Sobald die Beine bewegt werden, bessern sich die Missempfindungen. Aus diesem Grund müssen viele Restless Legs Patienten nachts häufig aufstehen und unruhig durch die Wohnung umhergehen, eine kurzfristige Entlastung von den Beschwerden wird durch die Bewegung erreicht, längerfristig hält dies aber nicht an. Sobald sich der Patient wieder ins Bett legt, beginnen die Missempfindungen von vorn.
Typisch ist, dass die Beschwerden durch Bewegung oder andere Aktivitäten gemindert werden.
Besonders schlimm sind die Restless Legs Beschwerden am späten Nachmittag, und sie erreichen ihr Maximum zwischen Mitternacht und 2.00 Uhr. Am frühen Morgen lassen die Beschwerden nach, meist leider dann, wenn der Patient ohnehin aufstehen muss.
Bei ausgeprägter Beschwerdesymptomatik treten die Beschwerden auch tagsüber auf, insbesondere in Situationen, in denen längeres Stillsitzen erforderlich ist, wie beispielsweise bei längeren Autofahrten, Konzerten, Theaterbesuchen, Flugreisen usw.. Typisch ist, dass solange sich die Patienten konzentriert mit einer Sache beschäftigen, sie weniger Missempfindungen haben, als wenn sie sich bewusst zur Entspannung hinsetzen oder Entspannungstechniken anwenden (z.B. autogenes Training).
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