RLS - Restless-Legs-Syndrom<br>das Syndrom der ruhelosen Beine

Welche Folgen hat ein RLS?

Vor allem bei schwereren Verlaufsformen eines RLS kommt es bei vielen Patienten zu Ein- und Durchschlafstörungen. Dann ist die Schlafqualität gemindert, da die Tiefschlafphasen und die Traumphasen (REM-Phasen) reduziert sind und der Patient in Folge der immer wieder auftretenden unwillkürlichen Beinbewegungen wiederholt nachts aufwacht (manchmal merkt er es gar nicht!). So kann der Schlaf regelrecht zerhackt und damit nicht mehr erholsam sein. Bei diesen Patienten ist in Folge der Schlafstörungen die Leistungsfähigkeit am Tage reduziert, weil Tagesmüdigkeit, Konzentrations- und Aufmerksamkeitsstörungen bestehen. So wird die Arbeitsproduktivität beeinträchtigt und das Risiko von Verkehrs- und Berufsunfällen steigt an. Durch den gestörten Nachtschlaf, den ein solcher Patient als quälend erlebt, kommt es zur Angst vor der nächsten Nacht. Die Angst verstärkt die Schlafstörung, ein Teufelskreis beginnt.

Teufelskreis SchlafstörungZoom (31KB)

modifiziert nach: Schäfer, Ulrike, Rüther, Eckart (2004): Gut schlafen – fit am Tag: Ein Traum? Ein Ratgeber bei Schlafstörungen. ABW Wissenschaftsverlag. Berlin

Bei anhaltenden (chronischen) Schlafstörungen kommt es zu psychischen Beeinträchtigungen, wie Ängsten und Depressionen.


März 2010, LB