RLS - Restless-Legs-Syndrom<br>das Syndrom der ruhelosen Beine

L-Dopa

L-Dopa wurde zur Behandlung der Parkinson’schen Erkrankung (Schüttellähmung) entwickelt. L-Dopa wird im Gehirn zu Dopamin verwandelt. Dopamin ist ein Botenstoff im Gehirn, mit dessen Hilfe Nervenzellen Informationen austauschen. Beim RLS wird davon ausgegangen, dass Dopamin seine Funktion im Gehirn nicht voll entfalten kann. Meist setzt die Wirkung von L-Dopa prompt nach der ersten Einnahme ein. Da L-Dopa auch die periodischen Beinbewegungen im Schlaf vermindert, kommt es zur Schlafqualitätsverbesserung und damit zu einer verbesserten Tagesbefindlichkeit.

Inhaltsübersicht

Nebenwirkungen von L-Dopa
(ohne Anspruch auf Vollständigkeit)

Übelkeit und Brechreiz können zu Beginn der Behandlung auftreten, so dass oft ein Medikament gegen Übelkeit eingenommen werden muss. Andere Nebenwirkungen sind Mundtrockenheit, Kopfschmerzen, Einschlafstörungen und Auftreten psychotischer Symptome. Sehr selten kann es zu Einschlafattacken – auch ohne vorherige Müdigkeit – am Tage kommen.

L-Dopa darf nicht genommen werden, wenn eine Überempfindlichkeit gegen Levodopa oder einen der Bestandteile des Arzneimittels vorliegt, der Patient unter 25 Jahren ist, eine schwere Schilddrüsenüberfunktion, Tachykardien (Beschleunigung des Herzschlages) oder einen Tumor der Nebenniere hat, an schweren Herz- oder Lebererkrankungen oder Nierenerkrankungen leidet (die nicht zur Dialyse zwingen), gleichzeitig mit der RLS-Symptomatik ein sogenannter grüner Star (Engwinkel-Glaukom) vorliegt oder aber gegen Depressionen bzw. Bluthochdruck bestimmte Medikamente eingenommen werden (MAO-Hemmer bzw. Reserpin). Ferner ist es bei Vorliegen einer psychotischen Erkrankung nicht erlaubt. Auch Schwangere und Frauen im gebärfähigen Alter ohne gesicherte Verhütung dürfen L-Dopa nicht einnehmen. Ihr Arzt wird mit Ihnen gemeinsam entscheiden, ob L-Dopa als Medikament gegen Ihr Restless-Legs-Syndrom in Frage kommt.


März 2010, LB