RLS - Restless-Legs-Syndrom<br>das Syndrom der ruhelosen Beine

Moderne Behandlung des RLS
mit Dopamin-Agonisten

Ein modernes Behandlungsprinzip ist die Gabe von Dopaminagonisten. Dopaminagonisten sind Substanzen, die im Gehirn an die Bindungsstellen für Dopamin andocken und die Wirkung von Dopamin imitieren. Derzeit sind zwei Dopaminagonisten zur Behandlung des mittelschweren und schweren idiopathischen RLS in Deutschland zugelassen (Ropinirol und Pramipexol).

Inhaltsübersicht

Wirksamkeit von Dopaminagonisten

Insbesondere bei der Behandlung mittelschwerer und schwerer Formen des RLS haben sich die Dopaminagonisten bewährt. Kommt es bei der L-Dopa-Behandlung zu den beschriebenen Phänomenen wie Augmentation oder einem Rebound-Effekt, so ist ein Wechsel auf Dopaminagonisten sinnvoll. Sie eignen sich nach heutigem Kenntnisstand gut für eine Dauertherapie, jedoch ist es für eine bessere Verträglichkeit notwendig, die Dopaminagonisten langsam einzuschleichen, bis der Patient eine deutliche Linderung seiner Beschwerden verspürt.

Durch eine Behandlung mit Dopaminagonisten können Patienten mit mittelschwerem bis schwerem idiopathischen RLS in der Regel wieder früher ein- und besser durchschlafen und sind daher am folgenden Tag ausgeruhter. Gegenüber der Behandlung mit L-Dopa eignen sich die Dopaminagonisten aufgrund der nach heutigem Kenntnisstand geringeren Augmentationsgefahr gut für eine Dauertherapie.

Um das bestmögliche Behandlungsergebnis zu erzielen, müssen Dopaminagonisten regelmäßig und langfristig eingenommen werden. Der Patient sollte in Absprache mit seinem Arzt die Dosis schrittweise erhöhen, bis der Behandlungserfolg zufriedenstellend ist.

Auch in Situationen, in denen Ihnen die Einnahme nicht unbedingt notwendig erscheint (beispielsweise bevor Sie tanzen oder zum Sport gehen), sollten Sie die von Ihrem behandelnden Arzt festgelegte Dosierung beibehalten.


Mai 2009, LB