RLS - Restless-Legs-Syndrom<br>das Syndrom der ruhelosen Beine

Wie wird RLS diagnostiziert?

Wichtige Fragen zur Diagnosestellung sind:

  • Haben Sie Missempfindungen in Ihren Beinen, ein Reißen, Stechen oder Kribbeln, Jucken oder Ziehen, Schmerzen oder Krämpfe oder andere Missempfindungen, die Sie nur schwer formulieren können?
  • Besteht ein starker Bewegungsdrang, wenn Sie zur Ruhe kommen?
  • Hilft es Ihnen, sich zu bewegen, zum Beispiel umherzulaufen? Verschwinden die Missempfindungen, wenn Sie Ihre Beine oder Füße bewegen, bürsten oder massieren?
  • Kommen diese Missempfindungen besonders in Ruhe, abends und nachts vor?
  • Berichtet Ihr Partner, dass Sie im Schlaf häufiger Ihre Füße und Beine ruckartig bewegen? Passiert es, dass Sie selber manchmal von diesen ruckartigen Beinbewegungen aufwachen?
  • Kommt es infolge dieser Missempfindungen zu Schlafstörungen? Können Sie schwer einschlafen? Wachen Sie häufiger nachts auf? Ist Ihr Schlaf nicht erholsam? Sind Sie tagsüber müde und abgeschlagen?
  • Haben Sie Familienangehörige, die ähnliche Beschwerden haben wie Sie?

Wenn Sie einige dieser Fragen mit Ja beantworten, so besteht bei Ihnen der Verdacht auf ein Restless-Legs-Syndrom. Dieser Verdacht sollte von einem Arzt durch eine sorgfältige Untersuchung abgeklärt werden. Wegweisend für den Arzt ist Ihre Schilderung der Beschwerden. Sekundäre Ursachen des Restless-Legs-Syndroms müssen mit Hilfe von neurologischen und internistischen Untersuchung sowie Blutuntersuchungen ausgeschlossen werden.

Wenn sich das Restless-Legs-Syndrom durch die Beschwerdeschilderung und ggf. einen medikamentösen Behandlungsversuch nicht sicher feststellen lässt, kann eine Schlaflaboruntersuchung (Polysomnographie) weitere Klärung bringen.

Die Diagnose wird durch weitere Kriterien gestützt
mehr

Allgemein gilt ein RLS als behandlungsbedürftig, wenn der Patient seine Missempfindungen als schwerwiegend empfindet und/oder durch sein RLS an Schlafstörungen leidet und/oder seine Lebensqualität eingeschränkt ist.


März 2010, LB